Wer die Honigbiene retten will, muss erst viele Völker sterben lassen

Die provokante These vertritt der anerkannte Bienenforscher Dr. Thomas Seely in seinem neuen Buch „The Lives of Bees“, das zur Zeit noch nicht auf Deutsch erhältlich ist.

Der von vielen Imkern eingeschlagene Weg der Varroa-Behandlung sei grundsätzlich der falsche Weg gewesen – diese Erkenntnis teilt er auch mit dem Bienenforscher Wolfgang Ritter, der sagt, daß mit jeder neuen Behandlungswelle viele Völer immer anfälliger werden – wir halten sie am Lweben, aber um den Preis einer immer höheren Anfälligkeit .

Die Honigbiene unterliege als Nutztier ebenso dem Leistungsdruck wie Kühe, Schweine und Hühner.

Die Bienenvölker haben damit keinen wirklichen Selektionsdruck mehr.

Dem wiederum widerspricht der ebenfalls anerkannte Bienenforscher und Imkerpraktier Dr. Liebig: “ Dr. Seeley versteht nicht zu imkern.“

Einen lesenswerten Beitrag zu diesen Thesen ist im Spiegel+ erschienen – leider hinter einer Paywall – der Verfasser bemüht sich, die Freigabe für unsere website zu erhalten.

Wer den ganzen Artikel lesen möchte, wende sich derweil per email an juergen@guecks.de.


Alles gut ? – eben nicht ! Offener Brief an Dr. Ippen

Zum Kommentar von Dirk Ippen „Bis heute hilft der Lorscher Bienensegen“, Diepholzer Kreiszeitung vom 23.2.2019)

So einfach ist das: Man mixt ein paar schlecht recherchierte Halbwahrheiten, sucht einen vermeintlich Schuldigen, der sich nicht wehren kann, und schon ist die Welt wieder in Ordnung und wir können uns entspannt zurücklehnen und so weiter machen wie bisher – incl. Pestizideinsatz auf unseren Feldern.

Das bayerische Volksbegehren zur Bewahrung der Schöpfung wird so als blanker Aktionismus von ein paar unterbelichteten Ökospinnern und notorischen Gutmenschen hingestellt, so überflüssig wie ein Kropf.

Zunächst einmal zu den Fakten: Dass die Zahl der Honigbienenvölker derzeit auf einem Höchststand ist, stimmt nur weltweit, aber nicht für unsere heimische Umwelt (um die es ja u.a. bei dem Volksbegehren geht). In Deutschland war die Zahl der gehaltenen Bienenvölker seit Jahrzehnten rückläufig – von über 2 Mio 1961 auf unter 700 000 in 2009, seither erholt sich der Bestand erfreulicherweise langsam wieder, nicht zuletzt dank interessierter und engagierter Mitbürger.

Wäre es mit der Nahrungskonkurrenz zwischen Honigbienen und Wildbienen so dramatisch wie in dem Kommentar beschworen, so hätten letztere ja schon in den 60er Jahren aussterben müssen. Aber damals war der Nektartisch ja noch reichlich gedeckt und weniger vergiftet.

Wenn eine im Oktober 2017 veröffentlichte Langzeitstudie belegt, dass die Anzahl der Insekten in Deutschland in den letzten 30 Jahren um 75% zurückgegangen ist, so kann man das ja wohl schwerlich den Honigbienen und ihrer kleinen Lobby, den Imkerinnen und Imkern, anlasten. Das hieße, die wirklichen Ursachen bewusst zu ignorieren. Freilich ist es so, dass von allen heimischen Insekten die Honigbienen am besten erforscht, beobachtet und nach Kräften gefördert werden. Das hat aber mit ihrer unersetzlichen volkswirtschaftlichen Bedeutung für unsere Nahrungsmittelproduktion zu tun = Bestäubungsleistung in Landwirtschaft, Obst- und Gartenbaubetrieben. Wenn es heute zu vereinzelten Fällen von Nahrungskonkurrenz mit den Wildbienen kommt, dann doch gerade deshalb, weil die natürliche Blütenvielfalt in Artenreichtum und Menge von den Menschen auf einen Bruchteil zurückgedrängt wurde.

Thema Neonicotinoide: Diese hochwirksamen Gifte gegen Insekten, die deren Nervensystem und Orientierungssinn angreifen, sind ja längst noch nicht alle vom Markt – nur die 3 giftigsten und am meisten verbreiteten wurde zunächst versuchsweise und dann dauerhaft verboten, und das auch nicht freiwillig, sondern nur auf massive Proteste und unwiderlegbare Fakten hin. Das ist doch nur die Spitze des Eisbergs. Unsere derzeitige Landwirtschaftsministerin Frau Klöckner wird gerne zitiert mit dem Satz: Was den Bienen schadet, muss vom Markt – man wird sie an ihren Taten messen und nicht an ihren Worten…

Auch wenn die Insektizide mancherorts nachts ausgebracht werden (was sicher nicht immer praktikabel ist, Landwirte müssen ja auch mal schlafen), so mag das die Sache etwas entschärfen, gelöst ist damit gar nichts. Die Gifte sind am nächsten Morgen doch nicht einfach weg – die Insekten haben sie dann nur an den Füßen und am Rüssel statt auf den Flügeln.

Zu behaupten, die Honigbiene „käme mit all diesen Dingen zurecht“, ist schlichtweg zynisch. Wir Imker stehen mit dem Rücken zur Wand und sind seit Jahren hauptsächlich mit dem Bestandserhalt der Völkerzahlen beschäftigt und dann erst mit der Honigproduktion – das war früher genau umgekehrt. Oder um es etwas drastisch mit den Worten von Dr Mühlen von der Landwirtschaftskammer Münster auszudrücken: Die Honigbiene ist als freilebende Spezies in Westeuropa ausgestorben (!), es gibt sie nur noch in der Obhut des Menschen.

Die Behauptung, die Dominanz der Honigbiene würde die Nistmöglichkeiten von Wildbienen einschränken, zeugt einmal mehr von einer profunden Unkenntnis der Biologie der Hautflügler: Honigbienen leben als Volk und benötigen entsprechend große geschützte Hohlräume, Solitärbienen leben einzeln und überwintern als Ei/Puppe in kleinen Röhren.

Ebenso die Vorstellung, man könne Honigbienenvölker von den „Rückzugsgebieten“ der Wildbienen (wo sind die?) fernhalten. Der Flugkreis eines Bienenvolkes beträgt 30 bis 50 km² und man kann sie von gar nichts fernhalten, weder von anderen Insekten noch von giftbelasteten Feldern.

[Nun ja, die Kommentarspalte heißt ja auch „Wie ich es sehe“… aber dann gehört sie auch nicht auf eine Seite mit dem Namen „Hintergrund“, wo der unbedarfte Leser sich eher soliden Journalismus erwartet]

Der fromme Wunsch zum Schluss, man möge doch die eigenen Gärten blütenreich gestalten, ist ja begrüßenswert und keineswegs verkehrt, lenkt aber vom Kernproblem ab, denn der weitaus größte Teil der kultivierten Fläche Deutschlands ist nun einmal in landwirtschaftlicher Nutzung, und dort gilt es anzusetzen, will man eine Trendwende zum Wohle der Insekten einleiten.

Bei der Problematik, effektive und gesunde Nahrungsmittelproduktion mit dem Erhalt einer lebenswerten Umwelt zu verbinden, helfen uns leider altgermanische Beschwörungs. Und Zaubersprüche wie der Lorscher Bienensegen nicht mehr wirklich weiter, es braucht zeitgemäße Antworten, die auch morgen noch gelten, und viele wache und engagierte Mitmenschen, die sie umsetzen und sich nicht durch seltsame Kommentare beirren lassen.

Peter Wagner, 1. Vorsitzender des Imkervereins Diepholz und Umgegend von 1898

Bienenschwarm sucht ein neues Heim… – Ein Zufalls

Liebe LeserInnen,

heute wurde der Autor – ein Hobby-Imker –  durch puren Zufall Zeuge eines Bienenschwarms beim Anflug auf das neue Zuhause.

Hier können Sie den Anflug des Schwarmes sehen.

bienenschwarm-2018-02

bienenschwarm-2018-02

Der Autor war  der frohen Hoffnung, diesen Schwarm  einfangen zu können, da sich der Anflug auf ein  altes, reetgedecktes Haus anbahnte.  Ziel schien ein etwas vorstehendes Endes des Deckenbalkens zu sein. Die Traube bildetes sich bereits. Einfache Übung  in ca. 2,50 m Höhe, so schien es.

 

 

bienenschwarm-2018-01

bienenschwarm-2018-01

 

 

 

 

 

Der Autor    suchte flugs seine notwendigen Dinge zusammen, musste dafür allerdings  ca. 30 Minuten unterwegs sein.

Als er gut gerüstet zurück war, war  – unglaublich – auch der gesamte Schwarm – er schätzte ca. 15.000 Bienen – verschwunden.

Verschwunden ?

Auf dem Weg zu einem anderen Zuhause ?

Nein.

Wie ein Nachbar als Augenzeuge  mitteilte, waren die Bienen „irgendwie“ im Fachwerkhaus „verschwunden“.

Wie das ?

In der Tat waren die Bienen auf der Suche zum neuen Heim in ein offensichtlich schon sehr altes Loch in die Zwischenwände des Fachwerkes   eingedrungen.

Und wenn das Haus nicht einstürzt, oder abbrennt, dann  sitzen sie noch   bis ins nächste Jahr-…

bienenschwarm-2018-03

bienenschwarm-2018-03

 

 

 

 

 

Hier sehen Sie die sehr alte , d.h. schon häufig benutze Einflugschneise in das Fachwerkhaus aus der Nähe:

 

Bienenschwarm bezieht neues/altes Heim im Fachwerkgefache.

 

Nur noch eine Frage der Zeit: der kleine Beutenkäfer auf dem Weg über die Alpen ?

Der Deutsche Imkerbund warnt nun ganz offiziell vor Bienenimporten  z.B.  aus Italien;

im SPIEGEL war bereits Anfang März eine ähnliche Meldung aus den deutschen Imkerverbänden  verbreitet worden

D.I.B. warnt vor Bienenimporten
Wir weisen daher vorsorglich wieder im besonderen Maße auf die Gefahren von Bienenimporten hin.
Es ist hinsichtlich der Einschleppungsgefahr von Krankheiten und Parasiten äußerst
fahrlässig, verantwortungslos und nicht zielführend, Bienenmaterial aus anderen Ländern nach Deutschland einzuführen.
Bienenimporte besitzen außerdem immer das Risiko, den hiesigen klimatischen Bedingungen nicht angepasst zu sein
und nicht die Ansprüche in Bezug auf Friedfertigkeit oder Sanftmut zu erfüllen.
Grundsätzlich ist die Einfuhr von Bienen mit den entsprechenden Bescheinigungen zwar
erlaubt, fachlich aber nicht zu befürworten.
Eine besondere Verantwortung obliegt dabei auch den Vereinsvorständen.
Wir bitten diese, ihre Mitglieder eindringlich auf diese Sachverhalte hinzuweisen.
Letztendlich steht jeder Imker selbst in der Verantwortung, mit eigenen Mitteln Verluste
auszugleichen, ehe er Bienenmaterial von außen und aus unbekannten Quellen, wie z. B. aus dem Internet,bezieht.
Vielmehr sollte er bereit sein,seine Völker zu vermehren, auch wenn dies kurzfristig zu Lasten des Honigertrages geht.
 
Kontakt: Petra Friedrich,
dib.presse@t-online.de, Tel. 0228/9329218 o. 0163/2732547
 
 

Tag der offenen Tür bei unserem Vereinsmitglied Viktor Treiber

Am vergangenen Sonntag  – bereits vor 10 Uhr  ! – fanden sich erste   Vereinsmitglieder, Freunde uud andere interessierte Gäste bei  unserem Vereinsmitglied Viktor Treiber in Barnstorfs Goethestrasse ein um  neben anderem Interessenten seine  generalüberholte Mittelwandwalzmaschine in Aktion bewundern zu können.

Im Laufe des Tages fanden   mehr als 40 Gäste einen interessanten Einblick in das  vielfältige Tätigkeitsfeld eines leidenschaftlichen Hobbyimkers !

 

Tag d. offenen Tür 2018

Tag der offenen Tür am 25.3. 2018 bei Imker Viktor Treiber in Barnstorfs Goethestrasse

Gäste am 25.3.2018

Gäste beim Tag der offenen Tür bei Viktor Treiber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viktor mit seinem neuem neuen Oxalsäureverdampfer RUBEE

Viktor mit seinem neuem neuen Oxalsäureverdampfer RUBEE

Die generalüberholte und modernisierte Mittelwandwalzmaschine von Viktor

Die generalüberholte und modernisierte Mittelwandwalzmaschine  wartet auf Arbeit !

Königinbesamungaapparatur

Viktor eigene Königinbesamungsapparatur. Doch nur Übung macht auch den Meister. Eine ruhige Hand wird in jedem Fall benötigt !

Mittelwandprägewalzen

Das auf ca. 69-70 Grad erhitzte Wachs läuft aus dem Messingzapfhahn zwischen die beiden je ca. 70 kg. schweren Mittelwandprägewalzen. Einen modernisierte temperaturgesteuerte Einlassvorrichtung hat Viktor schon in Planung.  Heute muss  der Wachsfluss  noch mit einer Heißluftpistole nach Unterbrechungen  wieder in Gang gebracht werden.

Detail - Wenn alles stimmt und das Wachs aus dem alten Messinghahn fliesst, steht am Ende die Mittelwand

Detail – Wenn alles stimmt und das Wachs aus dem alten Messinghahn fliesst kommt am Ende eine schöne Mittelwandbahn beliebigen Formates heraus ! Die bei9den schwergewichtigen Walzen müssen zuvor richtige Temperatur erreicht haben und mit einer sog. Trennflüssigkeit  bestrichen sein um die reibungslose Ablösung der Wachsbahn zu gewährleisten. Ehefrau und Sohn   sind bei diesen Arbeiten unverzichtbar !

Wenn alle Parameter stimmen steht am Ende des Walzvorganges eine wunderschönes Mittelwandband !

Wenn alle Parameter stimmen steht am Ende des Walzvorganges eine wunderschönes Mittelwandband !

Am Ende des Produktionsvorganges steht die formatgerechte Zuschneidung im gewünschten Format

Am Ende des Produktionsvorganges steht die formatgerechte Zuschneidung im gewünschten Format – Dadant, DN, Langstroth , oder gar ganz individuelle Maße !

 

Gäste bei Viktor Treibers Tag der offenen Tür am 25.3.2018 

   

Königinnenzuchtkurs 2018 für Buckfast Imker

Der Verein der Buckfast-Imker in Westfalen lädt interessierte Mitglieder zum diesjährigen Königinnenzucht-Kurs ein :

Moin zusammen.
Ich lade Sie / Euch herzlich zu unserem Königinnenzuchtkurs 2018 ein.
Bitte leiten Sie / leitet die Info an interessierte Imkerkollegen / innen 
weiter, die schon ein paar Jahre imkern und nun mit der eigenen 
Königinzucht beginnen möchten.
Am Samstag, 10. März 2018 von 10 - 14 Uhr findet der theoretische Teil 
statt.
Ort: „Altes Amtsgericht“, Gerichtsstr. 5, 32312 Lübbecke
An diesem Tag wird alles erzählt und gezeigt, was man dafür braucht.
Im Rahmen unseres Umlarvtages am 12. / 13. Mai können von guten 
Buckfastvölkern eigene Königinnen aufgezogen werden.
Auch besteht die Möglichkeit, die Königinnen bei unserem Besamungsaktion am 
2.6. künstlich besamen zu lassen.
Kursleiter ist unser Berufsimker Klaus van Bodegraven Mester.
Der Kurs kostet nur 10,-.
Anmeldungen sind auf unserer WebSite möglich.
Mit freundlichen Grüßen

Matthias Westerkamp
1. Vorsitzender
Landesverband der Buckfastimker in Westfalen e.V.
buckfast-westfalen.de
- Bienensachverständiger -

Neue SoLaWi-Initiative in Donstorf – Sola-WIE ??

Was um Himmels Willen ist eine SoLaWi ?

Ausbuchstabiert:

Solidarische

Land-

Wirtschaft

Und was verbindet sie mit uns Imkern ?

Um das zu verstehen bin ich  am 2. November zu Hibbelers Gasthaus in Rechtern gefahren um an dem Initiativ-Treffen teilzunehmen.

Dort trafen sich ca. 25  SoLaWi-Interessierte um die Möglichkeit einer neuen SoLaWi-Gruppe zu besprechen;  Junge und Ältere; mit leichter Schlagseite zu Letzteren.

 

Die Initiativ-Webseite erklärt die Idee SoLaWi so:

„SoLaWi ist ein neuer, hoffentlich zukunftsträchtiger Begriff für eine bäuerliche Alternative, welche die Abnehmer der Produkte von vornherein mit einbezieht. SoLaWi steht für „Solidarische Landwirtschaft“. Hildegard Stubbe, die dies auf dem Hollerhof in Donstorf verwirklichen möchte, fasst den Gedanken so zusammen: „Der Hof ernährt einen Kreis von Menschen in seinem Umfeld und alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte und wer Spaß daran hat, darf auch mal mitarbeiten” .

 

SOLAWI

Solidarische Landwirtschaft

Das Konzept ist einfach: Der Hof produziert direkt für eine feste Gruppe von Menschen aus der näheren Umgebung. Diese Gruppe stellt die dafür notwendigen finanziellen Mittel als monatlichen Festbetrag zur Verfügung und garantiert damit die Gesamtkosten des Hofes. So entsteht eine neue Form der regionalen ökologischen Landwirtschaft.

Dadurch werden die LandwirtInnen unabhängig von schwankenden Marktpreisen. Sie erhalten Planungssicherheit, können verantwortungsvoll arbeiten und die Bedürfnisse von Menschen, Tieren, Pflanzen und dem Boden gleichermaßen achten.

Die Mitglieder teilen sich die Ernte des Hofes. Sie erleben die einzelnen Schritte der bäuerlichen Arbeit, können erfahren, wie ihre Lebensmittel hergestellt werden und, wenn es ihr eigenes Lebensmodell erlaubt, in Teilen auch selbst aktiv mitarbeiten. Für die Teilnehmer besonders attraktiv: Was und wie viel angebaut wird, ist auf die Bedürfnisse der Mitglieder abgestimmt. Sie bekommen, was sie wirklich benötigen und die LandwirtInnen haben Planungssicherheit und vermeiden Über- oder Fehlproduktion.

So teilen sich beide Seiten auf diese Weise die Verantwortung für einen Hof und sichern sein Bestehen. Sie tragen dazu bei, eine vielfältige kleinbäuerliche und regionale Landwirtschaft zu erhalten.“

 

 

Welcher Imker hört das nicht mit einem Seufzer – vielfältige, regionale, der Biodiversität verpflichtete  faire  und verantwortliche Landwirtschaftsproduktion – der Gegensatz zu einer  monokulturell geprägten ENERGIE-MAIS-STÄRKE–KARTOFFEL-Landschaft ist offensichtlich.

Unseren Bienen wird es gut tun.

Wer Interesse  an weiteren Infos oder einer Mitarbeit hat,  kann sich unter dieser Adressem für ein Newsletter registrieren.

Momentan kann jeden Freitag  bei Hibbeleres in Rechtern verfügbares erntefrisches Gemüse unkonventionell bezogen und bezahlt  werden.

 

 

Bienenverluste durch Zwischenfrüchte ?

Bedingt JA !

Dieses Fazit zieht  Imker Horst Barz in einem interessanten Beitrag im Korrespondenzteil des „Deutschen Bienenjournals“  Ausgabe 8/2017 .

Was sind die Gründe für die Bienenverluste ?

In erster Linie macht er die  nektarlieferenden Zwischenfrüchte wie Phacelia, Senf und Buchweizen dafür verantwortlich, deren Anbau durch

Fördermittel seit einigen Jahren vermehrt beobachtet werden kann.

In Verbindung mit der   ab Juli/August erfolgten  Einfütterung liefern diese Zwischenfrüchte bis in den November  – bei günstigen Wetterbedingungen – zusätzlich Nektar,

den die Bienen ordentlich eintragen.

Die Folgen:

  • Einengung des Brutnestes
  • Verminderte Anzhal von Winterbienen
  • Vermehrer Überbau, sodaß ggf. ein ordentlicher Wintersitz nicht mehr gewährleistet ist
  • gestörte Verdauung – gefüllte Kotblasen aus dem ballaststoffreichen späten Nektareintrag; Winterfutter auf Zuckerbasis „verbrennt“ nahezu rückstandsfrei

 

Abhilfe  kann seiner Ansicht nach nur in einem geänderten Zwischenfruchtanbau liegen:

Ab Mitte August sollten nur noch POLLEN-spendende Früchte aus der Familie der 

( Lupinen,Ackerbohnen, Erbsen)  angebaut werden.

Hülsenfrucht - Wicke

Hülsenfrucht – Wicke /Quelle Wikipedia.de

 

Kontroverse: Dadant- Betriebsweise der Wahl für alle (Jung)-Imker ?

Am 24.2 2017  hörte ich den engagierten Vortrag von Berufsimker Werner Gerdes   – siehe auch unseren Veranstaltungskalender ! – 

UND WAR ERST RECHT ÜBERZEUGT !

Wovon ?

„Es gibt nicht einen Grund, Dadant nicht zu empfehlen. Imkern mit der Buckfast-Biene ist die einfachste Art erfolgreich zu imkern.“

Das schreibt   der Praktiker und Berufsimker Werner Gerdes  in seinem neuen Buch- BUCKFAST-BIENE im Buschhausen Verlag- , das seine langjährigen Erfahrungen mit der Buckfast-Biene in der Dadant-Betriebsweise  zuusammenfasst.

Und als Mahnung für Imkervereine führt er dort weiter aus:

„Wenn die Vereine nicht offen und redlich die hier dargestellten Argumente diskutieren, müssen sie sich nicht wundern, dass ihnen keine Neumitglieder ‚zufliegen‘. Gerade junge an der Imkerei interessierte Anfänger hinterfragen heutzutage alle Argumente sehr genau und durchschauen leicht das Festhalten an überholten Einstellungen“ ( ebd. S. 29)

In den nächsten Beiträgen werde ich  die Argumente  Werner Gerdes FÜR seine Dadant-Betriebsweise zusammenfassen – und bin auf die Gegenargumente  gespannt !

(Flugbetrieb an meiner Dadant-Beute am 3.3.2017)

Flugbrettbetrieb 3. März 2017

Flugbrettbetrieb 3. März 2017

 

 

 

 

 

Ankündigung zum Vortrag zur Dadant-Imkerei

Ankündigung zum Vortrag zur Dadant-Betriebsweise

Vereinsvorsitzender Peter Wagner empfiehlt allen Vereinsmitgliedern die Teilnahme an einer Vortragsveranstaltung unseres  Nachbarvereins in Preußisch Oldendorf  am 24. Feb. 2017 – Details in dem Kalendereintrag (rechts)-  zur Dadant-Betriebsweise.

“ Ich selbst konnte Herrn Gerdes schon auf dem Apisticustag in Münster erleben und muss sagen:
Ein Praktiker, der weiß, wovon er redet.“

Aus der Vortragsankündigung:

„Liebe Imkerkolleginnen / Liebe Imkerkollegen,

hiermit möchte ich Sie / Euch herzlich zu unserer Veranstaltung einladen:

Am Freitag, 24. Februar 2017 ab 19.30 Uhr im Haus des Gastes, Hudenbeck 2 in
Pr. Oldendorf

kommt der Berufsimker Werner Gerdes zu uns und hält einen Vortrag, wie man
einfach und gut in einem großen Brutraum imkern kann.
Er imkert in Dadantbeuten mit einem Trennschied und beweist seit
Jahrzehnten wie einfach und erfolgreich das Imkern darin ist.

Dadantbeuten erfreuen sich nicht nur bei Berufsimkern, bei Buckfastimkern
oder in Bio-Imkereien großer Beliebtheit.
Wie man mit dieser Beute imkert, ist etwas anders als bei Segeberger oder
Zanderbeuten.
Auch der Umstieg sollte gut überlegt sein.

Über all dieses – und noch viel mehr – wird es in seinem Vortrag gehen,
der für alle kostenlos ist.

Inzwischen gibt es ein Buch über seine Betriebsweise.
Aber weil Bücher keine Fragen beantworten können, ist ein Besuch seines
Vortrags von großem Vorteil.

Bitte informieren Sie Ihre Imkerkolleg/innen in Ihrem Verein über diese
Veranstaltung.

Gerne informiere ich unsere Mitglieder über Ihre Veranstaltung“

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Westerkamp
1. Vorsitzender
Landesverband der Buckfastimker in Westfalen e.V.
buckfast-westfalen.de

– Bienensachverständiger –