Nur noch eine Frage der Zeit: der kleine Beutenkäfer auf dem Weg über die Alpen ?

Der Deutsche Imkerbund warnt nun ganz offiziell vor Bienenimporten  z.B.  aus Italien;

im SPIEGEL war bereits Anfang März eine ähnliche Meldung aus den deutschen Imkerverbänden  verbreitet worden

D.I.B. warnt vor Bienenimporten
Wir weisen daher vorsorglich wieder im besonderen Maße auf die Gefahren von Bienenimporten hin.
Es ist hinsichtlich der Einschleppungsgefahr von Krankheiten und Parasiten äußerst
fahrlässig, verantwortungslos und nicht zielführend, Bienenmaterial aus anderen Ländern nach Deutschland einzuführen.
Bienenimporte besitzen außerdem immer das Risiko, den hiesigen klimatischen Bedingungen nicht angepasst zu sein
und nicht die Ansprüche in Bezug auf Friedfertigkeit oder Sanftmut zu erfüllen.
Grundsätzlich ist die Einfuhr von Bienen mit den entsprechenden Bescheinigungen zwar
erlaubt, fachlich aber nicht zu befürworten.
Eine besondere Verantwortung obliegt dabei auch den Vereinsvorständen.
Wir bitten diese, ihre Mitglieder eindringlich auf diese Sachverhalte hinzuweisen.
Letztendlich steht jeder Imker selbst in der Verantwortung, mit eigenen Mitteln Verluste
auszugleichen, ehe er Bienenmaterial von außen und aus unbekannten Quellen, wie z. B. aus dem Internet,bezieht.
Vielmehr sollte er bereit sein,seine Völker zu vermehren, auch wenn dies kurzfristig zu Lasten des Honigertrages geht.
 
Kontakt: Petra Friedrich,
dib.presse@t-online.de, Tel. 0228/9329218 o. 0163/2732547
 
 

Unsere Landwirtschaft: Wie viel Pestizid vertragen Bienen?

Unsere Landwirtschaft, wie sie jetzt ist, hat einen Weg eingeschlagen, von dem viele glauben, dass er auf lange Sicht nicht nachhaltig sein kann.“

Neugierig? 

Dann lesen Sie weiter !


Aus: http://www.deutschlandfunk.de/wie-viel-pestizid-vertragen-bienen-summ-summ-stumm.740.de.html?dram:article_id=319741

Summ, summ, stumm. Wie viel Pestizid vertragen Bienen?
Von Joachim Budde
Regie: Friederike Wigger
Redaktion: Christiane Knoll

Mehr Wertschätzung für Insekten schaffen – eine drängende Aufgabe auch in 2018

Ökologe fordert mehr Wertschätzung für Insekten –

In einem Radiobeitrag vom 19.10.2017 fordert der Insektenkundler und Agrarökologe Georg Ehring eine Wiederbesinnung auf die Rolle von Insekten in unserer Umwelt:

 

„Auch im eigenen Vorgarten könne man anfangen, etwas gegen das Aussterben von Insekten zu tun, sagte der Agrarökologe Josef Settele im Dlf. Zum Beispiel durch den Verzicht auf Pestizide. Sie seien einer der Hauptgründe für den Rückgang verschiedener Insektenarten, den eine Studie kürzlich umfassend belegt hat.

Josef Settele im Gespräch mit Georg Ehring

Aus dem Inhalt:

Vielzahl von Gründen für den Rückgang der Insekten

Ehring: Was sind denn die Ursachen, wenn Insekten weniger werden?

Settele: Das ist das Schwierige an der ganzen Thematik. Zunächst haben wir überhaupt erst mal die Beobachtung, dass dem so ist, und wir haben bei vielen Studien kleine Aspekte hier und da. Vieles läuft zurück auf die Landnutzungsintensivierung, zum einen mehr Ertrag pro Fläche, mehr Input in Sachen Pestizide, in Punkto Düngung. Wir haben aber auch den Effekt der Ausrottung der Agrarlandschaft, weniger Strukturen zum Beispiel. Wir haben auch andere Faktoren dabei, invasive Arten, die Arten verdrängen, oder auch zum Teil Klimawandelaspekte.

Ehring: Es gibt zwei Pestizide, die in dem Zusammenhang immer wieder genannt werden, nämlich Neonicotinoide und (das verbreitete Pestizid überhaupt) Glyphosat. Spielen die nach Ihrem Eindruck eine Rolle?“


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Hornissen im Garten – Was tun ? Der NABU rät: Keine Panik !

Hornissen -Kein Grund zur Panik rät der NABU – und er hat recht

Hornissen und Wespen sind friedlicher als allgemein gedacht – und stehen unter Naturschutz !

Ob der Sommer früh oder spät in die Gänge kommt, auf eines ist Verlass: Zu Kuchen oder Eis im Freien gesellen sich schnell ungebetene Gäste. Der NABU gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Wespen, Hornissen und Co.

Entwarnung auch für Imker  – weitere Infos aus Hornissen.de hier:

 

Die Hauptnahrung der Hornissen besteht zu 90% aus Fliegenarten, als Insektenjäger verschmähen sie allerdings auch Bienen nicht. Wissenschaftler von Bieneninstituten haben jedoch festgestellt, dass diese Bienenjagd nicht zu spürbaren Verlusten bei den betroffenen Bienenvölkern führt. Der für den Imker auftretende Schaden ist minimal: Entgegen vieler anders lautender Behauptungen fangen Hornissen nur wenige Sammlerinnen eines Bienenvolkes ab. Die tägliche Fangquote beträgt ab Anfang Juni ca. 10-15 Bienen pro Volk, denn es gehen stets nur einige Hornissen als „Spezialisten“ auf Bienenfang. Ein zu diesem Zeitpunkt voll entwickeltes Bienenvolk steht dieser vorgenannten Beute zahlenmäßig mit ca. 50.000 Tieren gegenüber. Berücksichtigt man die hohe Eiablage einer Bienenkönigin und die daraus pro Tag und Volk 1.500-3.000 schlüpfenden Jungbienen zu dieser Jahreszeit, so ist der Verlust der abgefangenen Bienen – im Vergleich zu den vielen neuen Nachkommen – wirklich relativ gering (< 1%) und für ein gesundes Bienenvolk somit unwesentlich. Die erbeuteten Sammlerinnen würden zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr winterständig. Außerdem dürfte der Witterungsbedingte Verlust von Sammlerinnen zusammen mit anderen Ursachen (z.B. Pestizide, Herbizide, Varroa-Milbe, Straßenverkehr) weitaus stärker ins Gewicht fallen.

Also, probieren Sie es bitte aus: tolerieren Sie doch in der Umgebung Ihres Bienenhauses die Ansiedlung einer „Hornissenburg“. Manche Imker haben sogar schon direkt neben dem Bienenstand einen Hornissenkasten platziert, denn als nachtaktive Jäger sorgen die Hornissen für eine erhebliche  Dezimierung der schädlichen Wachsmottenfalter! (Die Meinungen einiger Imker zu Hornissen finden Sie in der Übersichtsseite). Bienen und Hornissen leben dort dagegen friedlich nebeneinander. Hornissen scheinen nämlich eine Art von „Burgfrieden“ zu halten, d.h. in ihrer unmittelbaren Nestumgebung wird nicht gejagt. Faszinierende Beobachtungsmöglichkeiten dieser schönen schwarz-gelben Hautflügler, direkt in der Nähe Ihrer Bienen, werden Sie für Ihre Entscheidung entlohnen, einen Hornissenkasten zu montieren.

Hier finden Sie eine Bauanleitung als PDF-Datei!

Friedliche Brummer

Hornissen im menschlichen Siedlungsbereich

In der Zeit zwischen Mitte August und Mitte September erreicht das Hornissenvolk seinen Entwicklungshöhepunkt. Es kann dann 400 bis 700 Tiere zählen.

Alles für die Königin
Sobald die ersten fünf bis zehn Arbeiterinnen gegen Anfang Juli geschlüpft sind, fliegt die Königin immer seltener aus, denn alle anfallenden Aufgaben übernehmen jetzt nach und nach die Arbeiterinnen. Diese Tiere sind mit 18 bis 25 Millimetern deutlich kleiner als die 35 Millimeter lange Königin, ihre Lebenserwartung beträgt nur etwa drei bis vier Wochen. Die gefährlichste Zeit für das Hornissenvolk ist jetzt überstanden, denn der Königin kann im Nest nur noch wenig zustoßen.

 

In der Zeit zwischen Mitte August und Mitte September erreicht das Hornissenvolk seinen Entwicklungshöhepunkt. Es kann dann 400 bis 700 Tiere zählen; das Nest ist rund 60 Zentimeter hoch. Die Königin ist in der Lage, ganz gezielt Eier zu entwickeln, aus denen nur noch die Drohnen genannten Männchen und die Jungköniginnen schlüpfen. Das Erscheinen der ersten Geschlechtstiere kündet bereits den Untergang des Hornissenstaates an. Die Arbeiterinnen vernachlässigen allmählich die alte Königin, sie wird nicht mehr richtig versorgt. So verlässt sie schließlich das Nest und stirbt mit einem Lebensalter von etwa einem Jahr.

An schönen Herbsttagen schwärmen die Geschlechtstiere aus und sammeln sich oft an einzeln stehenden Bäumen oder in unmittelbarer Umgebung vom Nest zur Paarung. Die begatteten Jungköniginnen suchen sich nun für den Winter einen geschützten Unterschlupf mit geringen Mikroklimaschwankungen, wo sie bis zum nächsten Frühjahr ruhen. Die letzten Arbeiterinnen sterben Anfang November, womit das letzte Leben im Nest erlischt.

Streng geschützt
Die einheimische Hornisse zählt wegen ihrer akuten Bestandsgefährdung zu den besonders geschützten Arten. Sie darf nicht getötet, und ihr Nest darf nicht zerstört werden. Die Beseitigung eines an kritischer Stelle befindlichen Nestes ist nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörden möglich. Ängstliche oder nicht informierte Bürger, die sich durch Hornissen bedroht fühlen, wenden sich immer wieder an die Feuerwehr oder an eine Schädlingsbekämpfungsfirma, um ein vermeintlich störendes Nest entfernen zu lassen. Bei kritischer Lage genügt oft auch die elementare Absicherung des Nestes, etwa durch Anbringen von Fliegendraht im Bereich von Gebäuden oder der Anlage von einfachen Zäunen und Sichtblenden bei Nestern in der Nähe belebter Plätze. Ist eine Umsiedlung von Hornissennestern unvermeidlich, sollte man sich für nähere Informationen ebenfalls an die örtliche NABU-Gruppe wenden.

In Deutschland galt die Art jahrzehntelang als selten und rückläufig, sie wurde daher lange Zeit in den Roten Listen aufgeführt. Die Bestände konzentrierten sich, wie zum Beispiel in Ostdeutschland[11] in Ballungsräumen, die höheren Lagen der Mittelgebirge wurden gemieden. Etwa seit Ende der 1970er Jahre wird die Art in Deutschland wieder häufiger, sie ist nun fast flächendeckend verbreitet und lokal häufig.[12] Die Gründe, sowohl für den früheren Rückgang wie auch für die jetzige Bestandserholung, sind nicht bekannt. Nach [13] seien Klimaänderungen, zurückgehende Umweltgifte (DDT) und die früher stattfindende systematische Bekämpfung als mögliche Ursachen zu vermuten, nicht jedoch eine Änderung des Lebensraumes. Die gleiche Quelle nennt die Art jedoch einen Kulturfolger.

 

Hornisse Hornissenkönigin – Foto: Helge May

Für den gesunden Menschen stellt ein Hornissenstich keine besondere Gefahr dar. Hornissengift ist nicht toxischer als Bienen- oder Wespengift. Der Stich einer Hornisse wird dessen ungeachtet subjektiv als etwas schmerzhafter empfunden als der einer Biene oder einer anderen Wespe. Das liegt zum einen am längeren und stärkeren Stachel der Hornisse, zum anderen an der Giftkomponente Acetylcholin, die im Bienen- und Wespengift fehlt. Entgegen einer weit verbreiteten Meinung spielt es keine besondere Rolle, welcher Körperteil gestochen wurde.

Allergische Reaktionen
Wie andere Insektenstiche auch können in seltenen Ausnahmefällen Hornissenstiche bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen. Diese beginnen mit Nesselsucht, Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle bis hin zur Atemnot; vorsichtshalber sollte man dann sofort einen Arzt kontaktieren! Gefährdet sind jedoch nur Menschen, die zuvor schon einmal gestochen wurden. Eine schwere Allergie entwickelt sich erst nach mehreren Stichen, die man von derselben Art erhalten hat.

Dieter Kosmeier, NABU

Artenschutzhinweise aus der WIKIPEDIA

Die Hornisse ist in Deutschland eine nach der Bundesartenschutzverordnungbesonders geschützte Art. In Österreich ist sie hingegen nur in der Steiermark und in Oberösterreich geschützt.

Umgang mit fliegenden Hornissen

Hornissenei

Hornisse bei der Brutpflege

Jagende oder sammelnde Hornissen, die sich nicht in der direkten Umgebung ihres Nestes befinden, stechen nur, wenn sie gequetscht werden. Sonst versuchen sie zu fliehen.

Hornissen fressen nicht an Süßspeisen, daher kommt man mit ihnen am Kaffeetisch nicht so leicht in Konflikt wie mit anderen Wespenarten. Sie machen dort jedoch gelegentlich Jagd auf andere Insekten, wie beispielsweise die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, die dort mit Fressen beschäftigt und so für sie leichte Beute sind. Die Hornissen stören anschließend nicht, sondern fliegen meist mit ihrer Beute an einen ruhigeren Ort, zerlegen sie und bringen sie in ihr Nest. Man kann sie daher als natürliche Feinde der lästigen Wespen und Fliegen am Kaffeetisch tolerieren.

Umgang mit Hornissennestern

Hornissen (Vespa crabro) am Nest

Hornissen verteidigen ihr Nest. Der Verteidigungsradius schwankt je nach Volk in der Regel zwischen zwei und sechs Metern. Werden die Tiere häufig gestört, erweitert sich dieser Radius. Innerhalb dieses Bereiches sollte man hektische Bewegungen und Erschütterungen wie Rasenmähen vermeiden. Außerdem werden Hornissen durch Anatmen oder Anpusten zum Stechen gereizt.

Hornissennester sind an der Unterseite offen. Die Tiere lassen ihren Kot einfach aus dieser Öffnung fallen. Da ein großes Volk etwa ein halbes Kilogramm Insekten pro Tag frisst, kann der Kot unterhalb des Nestes Bauschäden verursachen. Als Gegenmaßnahme kann man ein großes Gefäß mit saugfähigem Material unterstellen.

Hornissen stehen unter Artenschutz. Deshalb dürfen bewohnte Nester in der Bundesrepublik Deutschland und in einigen Bundesländern Österreichs nicht vernichtet werden. Muss ein Volk aber dennoch entfernt werden, kann es oft von geschulten Personen umgesiedelt werden. Dazu ist eine Ausnahmegenehmigung erforderlich. Auskunft erteilt die Gemeinde- oder Kreisverwaltung. Durch Anbringen spezieller Nistkästen in siedlungsfernen Naturzonen wird in Deutschland seit einiger Zeit versucht, das jeweilige Gebiet durch Schaffung künstlichen Nistraums für Hornissen attraktiver oder überhaupt besiedelbar zu machen. Der bekannteste und vom Ergebnis her am besten besiedelte Nistkastentyp ist der so genannte „Mündener Hornissenkasten“.

Nachfolgende Fotos/Videos: privat J. Gück, Barnstorf (c) – Bau eines Nestes im/am Vogelhäuschen sowie Anlage mindestens eines Filialnestes

Hier die animierte Fotografie des vermutlichen Nebennestes in einer  alten eibe; Nesthöhe ca. 60 cm:

Hornissennest

Hornissenbau im Vogelhäuschen

Hornissenbau im Vogelhäuschen

Hornissen beim Bau

Hornissen beim Bau

Hornissen suchen ein neues Heim

Hornissen suchen ein neues Heim 

 

 

 

 

 

 

 

Nach 2 Tagen sieht der Bau so aus:

 

Keine 20 Meter entfernt auf dem Nachbargrundstück in einem hohlem „Lebensbaum“  wird  von Hornissen mit aller Kraft ein neues in natürlicher Umgebung Nest gebaut:

Hornissenheim im hohlen Baumstamm

Hornissenheim im hohlen Baumstamm – möglicherweise ein Filialnest zum Hauptnestbau im Vogelhäuschen – siehe oben-

S1680020

S1680020 – Möglicherweise ist das ausgehöhlte Innere des alten Eibenstammes größer als gedacht und ausreichend für ein Hornissenvolk.

S1680017

S1680017 – Arbeiterinnen kommen und gehen

Hornissen Nestbau kurz vor der Fertigstellung

Hornissen Nestbau kurz vor der Fertigstellung

Hornissennest kurz vor der Fertigstellung , vermutliches Nebennest

Hornissennest kurz vor der Fertigstellung , vermutliches Nebennest

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bienenverluste durch Zwischenfrüchte ?

Bedingt JA !

Dieses Fazit zieht  Imker Horst Barz in einem interessanten Beitrag im Korrespondenzteil des „Deutschen Bienenjournals“  Ausgabe 8/2017 .

Was sind die Gründe für die Bienenverluste ?

In erster Linie macht er die  nektarlieferenden Zwischenfrüchte wie Phacelia, Senf und Buchweizen dafür verantwortlich, deren Anbau durch

Fördermittel seit einigen Jahren vermehrt beobachtet werden kann.

In Verbindung mit der   ab Juli/August erfolgten  Einfütterung liefern diese Zwischenfrüchte bis in den November  – bei günstigen Wetterbedingungen – zusätzlich Nektar,

den die Bienen ordentlich eintragen.

Die Folgen:

  • Einengung des Brutnestes
  • Verminderte Anzhal von Winterbienen
  • Vermehrer Überbau, sodaß ggf. ein ordentlicher Wintersitz nicht mehr gewährleistet ist
  • gestörte Verdauung – gefüllte Kotblasen aus dem ballaststoffreichen späten Nektareintrag; Winterfutter auf Zuckerbasis „verbrennt“ nahezu rückstandsfrei

 

Abhilfe  kann seiner Ansicht nach nur in einem geänderten Zwischenfruchtanbau liegen:

Ab Mitte August sollten nur noch POLLEN-spendende Früchte aus der Familie der 

( Lupinen,Ackerbohnen, Erbsen)  angebaut werden.

Hülsenfrucht - Wicke

Hülsenfrucht – Wicke /Quelle Wikipedia.de

 

Majas wilde Schwestern ? Die Vielfalt der Wildbienen in eindrucksvollen Bildern

Die meisten Menschen denken bei Bienen an Honigbienen.Es gibt  jedoch eine beeindruckende Vielfalt von Wildbienen und -Insekten, die unverzichtbar für unsere Umwelt sind.

Majas wilde Schwestern

Majas wilde Schwestern

Verfolgen Sie die spannende  und mit beeindruckenden Nahaufnahmen  faszinierende ARTE-Filmdokumentation zur  Vielfalt der bestäubenden Wildinsekten  hier:

Klappt nicht ? Fragen Sie unseren Medienwart !

Weniger bekannt ist die unglaubliche Vielfalt der heimischen Wildbienen und deren erstaunliche Anpassungen an die verschiedensten Lebensräume und Bedingungen. Spannende Kämpfe, sensationelle Leistungen, fantastische Bauwerke und farbenfrohe Individuen – ein spannender Einblick in das Reich von Biene Majas wilden Schwestern.

Aus der  Programmvorschau:

„Die Verhaltens- und Lebensweisen der sogenannten Wildbienen sind so vielfältig wie ihr Aussehen, ihre Größe und ihre Lebensräume. Unter den Wildbienen gibt es Riesen von drei Zentimeter Körperlänge, aber auch Zwerge, die gerade einmal drei Millimeter lang sind. Die meisten Wildbienen sind zwar eher unscheinbar gefärbt, doch machen sie ihr unauffälliges Äußeres durch eine ungeheure Vielfalt an interessanten Verhaltensweisen wett. Wohl nur wenige andere Tiere treiben einen derartigen Aufwand bei der Fürsorge für ihre Nachkommenschaft wie die Bienen: Um der nächsten Generation den bestmöglichen Start ins Leben zu ermöglichen, konstruieren sie aus den unterschiedlichsten Materialien komplizierte Bauwerke als Kinderstuben. Um ihren Nachwuchs mit genügend Nektar und Pollen, der „Bienen-Babynahrung“, zu versorgen, besuchen Bienenmütter auf manchmal Hunderte Kilometer langen Sammelflügen Zehntausende von Blüten. Unter den Bienenarten gibt es allerdings auch einige, die – durchaus nicht „bienenfleißig“ – andere für sich arbeiten lassen und sich als Einbrecher oder gar als Mörder betätigen. Die Dokumentation zeigt die schier unglaubliche Vielfalt der heimischen Wildbienen und deren erstaunliche Anpassungen an die verschiedensten Lebensräume und Lebensbedingungen. Spannende Kämpfe, sensationelle Leistungen, fantastische Bauwerke und farbenfrohe Individuen – die Welt der Wildbienen hat all dies und noch viel mehr zu bieten.“

 

Jakobskreuzkrautinvasion im LK Diepholz – die neue Gefahr für unseren Honig ? Was tun ?

Das einheimische – und giftige –  Jakobskreuzkraut  erobert immer mehr Brachflächen in wenigen Jahren.

Jakobskreuzkraut blühend

Jakobskreuzkraut blühend

Pyrrolizidinalkaloide aus Kreuzkräutern im Sommerhonig aus Schleswig-Holstein wurden  seit 2014 untersucht auf PA (Pyrrolizidinalkaloide). Mit meiner Ansicht nach äußerst beunruhigenden Resultaten aus imkerlicher Sicht !

Wir sollten diese   für den Landkreis Diepholz neue Gefahr auf unsere Honigqualität  sehr ernst nehmen !
Bienen lassen sich nicht vorschreiben, welche Pflanzen sie anfliegen. Sie tragen PA von Kreuzkräutern mit dem gesammelten Nektar und den Pollen in ihre Völker und damit in den Honig.

 

 

 

 

2014 wurde in Schleswig-Holstein einheimischer Honig auf Pyrrolizidinalkaloide hin untersucht.
Wie unzureichend und wenig repräsentativ diese Stichproben waren, zeigen die im gleichen Jahr im Raum Ostholstein veranlassten Honiganalysen (s. Abb.). Von den untersuchten Honigen waren nur 4 nicht mit PAs belastet. Der höchste gemessene PA-Wert lag ca. 20fach über dem vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) veröffentlichten Orientierungswert von 140 µg PA/kg Honig.
Gleichzeitig wurde die Verantwortung für das Lebensmittel Honig allein den Imkern zugeschoben.

Und dies ist leider  eine wahre  und sehr aktuelle Geschichte:

„Imker Harald Jazdzejewski hat seinen Sommerhonig aufgrund einer hohen Pflanzengift-Belastung vernichtet“ meldete die Eckernförder Zeitung im vergangenen August und  fuhr fort:

„Die Enttäuschung sitzt tief bei Harald Jazdzejewski. Der Imker aus Kochendorf wird seinen gesamten Sommerhonig, rund 1300 Pfund, vernichten. „Da steckt viel Herzblut und Arbeit drin“, sagt er, sowohl von ihm als auch von den Bienen. Natürlich sei auch der finanzielle Schaden von rund 5000 Euro immens. Über 600 Gläser hatte er schon abgefüllt, als ihm das Laborergebnis ins Haus flatterte. Jedes Glas konnten er und seine Frau daraufhin wieder auskratzen und die Gläser reinigen. In großen Behältern bewahrt Harald Jazdzejewski den Honig in diesen Tagen noch auf, hält ihn mit einer Hängepumpe flüssig und wird ihn dann einer Biogasanlage zum Anfüttern der Bakterien überlassen.

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