Wer die Honigbiene retten will, muss erst viele Völker sterben lassen

Die provokante These vertritt der anerkannte Bienenforscher Dr. Thomas Seely in seinem neuen Buch „The Lives of Bees“, das zur Zeit noch nicht auf Deutsch erhältlich ist.

Der von vielen Imkern eingeschlagene Weg der Varroa-Behandlung sei grundsätzlich der falsche Weg gewesen – diese Erkenntnis teilt er auch mit dem Bienenforscher Wolfgang Ritter, der sagt, daß mit jeder neuen Behandlungswelle viele Völer immer anfälliger werden – wir halten sie am Lweben, aber um den Preis einer immer höheren Anfälligkeit .

Die Honigbiene unterliege als Nutztier ebenso dem Leistungsdruck wie Kühe, Schweine und Hühner.

Die Bienenvölker haben damit keinen wirklichen Selektionsdruck mehr.

Dem wiederum widerspricht der ebenfalls anerkannte Bienenforscher und Imkerpraktier Dr. Liebig: “ Dr. Seeley versteht nicht zu imkern.“

Einen lesenswerten Beitrag zu diesen Thesen ist im Spiegel+ erschienen – leider hinter einer Paywall – der Verfasser bemüht sich, die Freigabe für unsere website zu erhalten.

Wer den ganzen Artikel lesen möchte, wende sich derweil per email an juergen@guecks.de.


Imkerflohmarkt bei Klaus Gülker

Unser Vereinsmitglied und Imkerkamerad Klaus Gülker wird am  am So 16.3. von 9 – 16 Uhr einen Imkerflohmarkt abhalten und zwar auf seinem Gelände in Diepholz St. Hülfe (nördlich der Umgehungsstraße, nahe der B51 Richtung Bremen, ist ausgeschildert). s.a. angefügte Lageskizze.

Alles gut ? – eben nicht ! Offener Brief an Dr. Ippen

Zum Kommentar von Dirk Ippen „Bis heute hilft der Lorscher Bienensegen“, Diepholzer Kreiszeitung vom 23.2.2019)

So einfach ist das: Man mixt ein paar schlecht recherchierte Halbwahrheiten, sucht einen vermeintlich Schuldigen, der sich nicht wehren kann, und schon ist die Welt wieder in Ordnung und wir können uns entspannt zurücklehnen und so weiter machen wie bisher – incl. Pestizideinsatz auf unseren Feldern.

Das bayerische Volksbegehren zur Bewahrung der Schöpfung wird so als blanker Aktionismus von ein paar unterbelichteten Ökospinnern und notorischen Gutmenschen hingestellt, so überflüssig wie ein Kropf.

Zunächst einmal zu den Fakten: Dass die Zahl der Honigbienenvölker derzeit auf einem Höchststand ist, stimmt nur weltweit, aber nicht für unsere heimische Umwelt (um die es ja u.a. bei dem Volksbegehren geht). In Deutschland war die Zahl der gehaltenen Bienenvölker seit Jahrzehnten rückläufig – von über 2 Mio 1961 auf unter 700 000 in 2009, seither erholt sich der Bestand erfreulicherweise langsam wieder, nicht zuletzt dank interessierter und engagierter Mitbürger.

Wäre es mit der Nahrungskonkurrenz zwischen Honigbienen und Wildbienen so dramatisch wie in dem Kommentar beschworen, so hätten letztere ja schon in den 60er Jahren aussterben müssen. Aber damals war der Nektartisch ja noch reichlich gedeckt und weniger vergiftet.

Wenn eine im Oktober 2017 veröffentlichte Langzeitstudie belegt, dass die Anzahl der Insekten in Deutschland in den letzten 30 Jahren um 75% zurückgegangen ist, so kann man das ja wohl schwerlich den Honigbienen und ihrer kleinen Lobby, den Imkerinnen und Imkern, anlasten. Das hieße, die wirklichen Ursachen bewusst zu ignorieren. Freilich ist es so, dass von allen heimischen Insekten die Honigbienen am besten erforscht, beobachtet und nach Kräften gefördert werden. Das hat aber mit ihrer unersetzlichen volkswirtschaftlichen Bedeutung für unsere Nahrungsmittelproduktion zu tun = Bestäubungsleistung in Landwirtschaft, Obst- und Gartenbaubetrieben. Wenn es heute zu vereinzelten Fällen von Nahrungskonkurrenz mit den Wildbienen kommt, dann doch gerade deshalb, weil die natürliche Blütenvielfalt in Artenreichtum und Menge von den Menschen auf einen Bruchteil zurückgedrängt wurde.

Thema Neonicotinoide: Diese hochwirksamen Gifte gegen Insekten, die deren Nervensystem und Orientierungssinn angreifen, sind ja längst noch nicht alle vom Markt – nur die 3 giftigsten und am meisten verbreiteten wurde zunächst versuchsweise und dann dauerhaft verboten, und das auch nicht freiwillig, sondern nur auf massive Proteste und unwiderlegbare Fakten hin. Das ist doch nur die Spitze des Eisbergs. Unsere derzeitige Landwirtschaftsministerin Frau Klöckner wird gerne zitiert mit dem Satz: Was den Bienen schadet, muss vom Markt – man wird sie an ihren Taten messen und nicht an ihren Worten…

Auch wenn die Insektizide mancherorts nachts ausgebracht werden (was sicher nicht immer praktikabel ist, Landwirte müssen ja auch mal schlafen), so mag das die Sache etwas entschärfen, gelöst ist damit gar nichts. Die Gifte sind am nächsten Morgen doch nicht einfach weg – die Insekten haben sie dann nur an den Füßen und am Rüssel statt auf den Flügeln.

Zu behaupten, die Honigbiene „käme mit all diesen Dingen zurecht“, ist schlichtweg zynisch. Wir Imker stehen mit dem Rücken zur Wand und sind seit Jahren hauptsächlich mit dem Bestandserhalt der Völkerzahlen beschäftigt und dann erst mit der Honigproduktion – das war früher genau umgekehrt. Oder um es etwas drastisch mit den Worten von Dr Mühlen von der Landwirtschaftskammer Münster auszudrücken: Die Honigbiene ist als freilebende Spezies in Westeuropa ausgestorben (!), es gibt sie nur noch in der Obhut des Menschen.

Die Behauptung, die Dominanz der Honigbiene würde die Nistmöglichkeiten von Wildbienen einschränken, zeugt einmal mehr von einer profunden Unkenntnis der Biologie der Hautflügler: Honigbienen leben als Volk und benötigen entsprechend große geschützte Hohlräume, Solitärbienen leben einzeln und überwintern als Ei/Puppe in kleinen Röhren.

Ebenso die Vorstellung, man könne Honigbienenvölker von den „Rückzugsgebieten“ der Wildbienen (wo sind die?) fernhalten. Der Flugkreis eines Bienenvolkes beträgt 30 bis 50 km² und man kann sie von gar nichts fernhalten, weder von anderen Insekten noch von giftbelasteten Feldern.

[Nun ja, die Kommentarspalte heißt ja auch „Wie ich es sehe“… aber dann gehört sie auch nicht auf eine Seite mit dem Namen „Hintergrund“, wo der unbedarfte Leser sich eher soliden Journalismus erwartet]

Der fromme Wunsch zum Schluss, man möge doch die eigenen Gärten blütenreich gestalten, ist ja begrüßenswert und keineswegs verkehrt, lenkt aber vom Kernproblem ab, denn der weitaus größte Teil der kultivierten Fläche Deutschlands ist nun einmal in landwirtschaftlicher Nutzung, und dort gilt es anzusetzen, will man eine Trendwende zum Wohle der Insekten einleiten.

Bei der Problematik, effektive und gesunde Nahrungsmittelproduktion mit dem Erhalt einer lebenswerten Umwelt zu verbinden, helfen uns leider altgermanische Beschwörungs. Und Zaubersprüche wie der Lorscher Bienensegen nicht mehr wirklich weiter, es braucht zeitgemäße Antworten, die auch morgen noch gelten, und viele wache und engagierte Mitmenschen, die sie umsetzen und sich nicht durch seltsame Kommentare beirren lassen.

Peter Wagner, 1. Vorsitzender des Imkervereins Diepholz und Umgegend von 1898

Jahreshauptversammlung 2019

Liebe Mitglieder,

am Donnerstag den 07.02.2019 findet die Jahreshauptversammlung des Imkervereins Diepholz und Umgegend von 1898 um 19 Uhr im Landgasthof Halfbrodt in Drebber statt.

Tagesordnung:

1.Begrüßung

2.Bericht des Schriftführers

3.Rückblick des Vorsitzenden auf das zurückliegende Jahr

4.Totengedenken

5.Bericht des Obmanns für Medien

6.Bericht des Kassenwarts

7.Bericht der Kassenprüfer

8.Antrag auf Entlastung des Vorstandes

9.Wahl neuer Kassenprüfer

10.Pause – währenddessen Meldung der Völkerzahlen und Einzahlung der Beiträge

11.Ergebnisse der Futterkranzproben – (incl. Monitoring)

12. Sachstandsinfo AFB-Sperrbezirk

13. Datenschutzerklärung

14.Vorschläge für Aktivitäten 2019

15. Termine

16. Verschiedenes

Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten.

Der Vorsitzende

Der Schriftführer

 

Bitte dringend beachten:

Die als Anlage beigefügte Datenschutzerklärung bitte ich ausgefüllt und unterschrieben zur Versammlung mitzubringen. Für diejenigen Mitglieder, die zur Versammlung nicht erscheinen können, bitte ich die Erklärung ausgefüllt an den Schriftführer zurückzusenden. Ohne diese Erklärung dürfen wir keine Daten (Anschrift, Telefon etc.) von unseren Mitgliedern vorhalten oder zu Einladungen etc. verwenden.

Jahresbeitrag

Alle die an der Versammlung nicht teilnehmen können, bitten wir, den Jahresbeitrag

für Imker mit Bienen in Höhe von 35,00 € plus je Volk 1,60 €

Imker ohne Bienen in Höhe von 17,00 €
auf das unten angegebene Konto zu überweisen.

(Maßgeblich ist der Stichtag 01.01.2018)

Dasselbe gilt für die Teilnehmer am Vereinsabo des Deutschen Bienenjournals. Hier beträgt der Jahresbeitrag zusätzlich 39,90 € (wurde schon vom Verein verauslagt).

Der Kassenwart

Bienenschwarm sucht ein neues Heim… – Ein Zufalls

Liebe LeserInnen,

heute wurde der Autor – ein Hobby-Imker –  durch puren Zufall Zeuge eines Bienenschwarms beim Anflug auf das neue Zuhause.

Hier können Sie den Anflug des Schwarmes sehen.

bienenschwarm-2018-02

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Der Autor war  der frohen Hoffnung, diesen Schwarm  einfangen zu können, da sich der Anflug auf ein  altes, reetgedecktes Haus anbahnte.  Ziel schien ein etwas vorstehendes Endes des Deckenbalkens zu sein. Die Traube bildetes sich bereits. Einfache Übung  in ca. 2,50 m Höhe, so schien es.

 

 

bienenschwarm-2018-01

bienenschwarm-2018-01

 

 

 

 

 

Der Autor    suchte flugs seine notwendigen Dinge zusammen, musste dafür allerdings  ca. 30 Minuten unterwegs sein.

Als er gut gerüstet zurück war, war  – unglaublich – auch der gesamte Schwarm – er schätzte ca. 15.000 Bienen – verschwunden.

Verschwunden ?

Auf dem Weg zu einem anderen Zuhause ?

Nein.

Wie ein Nachbar als Augenzeuge  mitteilte, waren die Bienen „irgendwie“ im Fachwerkhaus „verschwunden“.

Wie das ?

In der Tat waren die Bienen auf der Suche zum neuen Heim in ein offensichtlich schon sehr altes Loch in die Zwischenwände des Fachwerkes   eingedrungen.

Und wenn das Haus nicht einstürzt, oder abbrennt, dann  sitzen sie noch   bis ins nächste Jahr-…

bienenschwarm-2018-03

bienenschwarm-2018-03

 

 

 

 

 

Hier sehen Sie die sehr alte , d.h. schon häufig benutze Einflugschneise in das Fachwerkhaus aus der Nähe:

 

Bienenschwarm bezieht neues/altes Heim im Fachwerkgefache.

 

Buckfast-Imker – Besamungsaktion

Es besteht die Möglichkeit, die Königinnen bei unserem Besamungsaktion am 
2.6. künstlich besamen zu lassen.
Kursleiter ist unser Berufsimker Klaus van Bodegraven Mester.
Der Kurs kostet nur 10,-.
Anmeldungen sind auf unserer WebSite möglich.
Mit freundlichen Grüßen

Matthias Westerkamp
1. Vorsitzender
Landesverband der Buckfastimker in Westfalen e.V.
buckfast-westfalen.de
- Bienensachverständiger -

Imkerflohmarkt bei Klaus Gülker

Am 15.4.2018 veranstaltet Klaus Gülker auf  (s)einem Bienenstandgelände Zum Lehmstich in Drebber-Felstehausen

von 10 – 16 Uhr

– siehe Karte – einen Imkerflohmarkt.

Weitere Anbieter sind herzlich willkommen !

 

Edelstahl Imker-werkzeuge und Gerätschaften

Edelstahl Imker-Werkzeuge und  weitere Gerätschaften

Besucher bei Gülkers Flohmarkt

Besucher bei Gülkers letztem Flohmarkt

 

Nur noch eine Frage der Zeit: der kleine Beutenkäfer auf dem Weg über die Alpen ?

Der Deutsche Imkerbund warnt nun ganz offiziell vor Bienenimporten  z.B.  aus Italien;

im SPIEGEL war bereits Anfang März eine ähnliche Meldung aus den deutschen Imkerverbänden  verbreitet worden

D.I.B. warnt vor Bienenimporten
Wir weisen daher vorsorglich wieder im besonderen Maße auf die Gefahren von Bienenimporten hin.
Es ist hinsichtlich der Einschleppungsgefahr von Krankheiten und Parasiten äußerst
fahrlässig, verantwortungslos und nicht zielführend, Bienenmaterial aus anderen Ländern nach Deutschland einzuführen.
Bienenimporte besitzen außerdem immer das Risiko, den hiesigen klimatischen Bedingungen nicht angepasst zu sein
und nicht die Ansprüche in Bezug auf Friedfertigkeit oder Sanftmut zu erfüllen.
Grundsätzlich ist die Einfuhr von Bienen mit den entsprechenden Bescheinigungen zwar
erlaubt, fachlich aber nicht zu befürworten.
Eine besondere Verantwortung obliegt dabei auch den Vereinsvorständen.
Wir bitten diese, ihre Mitglieder eindringlich auf diese Sachverhalte hinzuweisen.
Letztendlich steht jeder Imker selbst in der Verantwortung, mit eigenen Mitteln Verluste
auszugleichen, ehe er Bienenmaterial von außen und aus unbekannten Quellen, wie z. B. aus dem Internet,bezieht.
Vielmehr sollte er bereit sein,seine Völker zu vermehren, auch wenn dies kurzfristig zu Lasten des Honigertrages geht.
 
Kontakt: Petra Friedrich,
dib.presse@t-online.de, Tel. 0228/9329218 o. 0163/2732547