Mehr Wertschätzung für Insekten schaffen – eine drängende Aufgabe auch in 2018

Ökologe fordert mehr Wertschätzung für Insekten –

In einem Radiobeitrag vom 19.10.2017 fordert der Insektenkundler und Agrarökologe Georg Ehring eine Wiederbesinnung auf die Rolle von Insekten in unserer Umwelt:

 

„Auch im eigenen Vorgarten könne man anfangen, etwas gegen das Aussterben von Insekten zu tun, sagte der Agrarökologe Josef Settele im Dlf. Zum Beispiel durch den Verzicht auf Pestizide. Sie seien einer der Hauptgründe für den Rückgang verschiedener Insektenarten, den eine Studie kürzlich umfassend belegt hat.

Josef Settele im Gespräch mit Georg Ehring

Aus dem Inhalt:

Vielzahl von Gründen für den Rückgang der Insekten

Ehring: Was sind denn die Ursachen, wenn Insekten weniger werden?

Settele: Das ist das Schwierige an der ganzen Thematik. Zunächst haben wir überhaupt erst mal die Beobachtung, dass dem so ist, und wir haben bei vielen Studien kleine Aspekte hier und da. Vieles läuft zurück auf die Landnutzungsintensivierung, zum einen mehr Ertrag pro Fläche, mehr Input in Sachen Pestizide, in Punkto Düngung. Wir haben aber auch den Effekt der Ausrottung der Agrarlandschaft, weniger Strukturen zum Beispiel. Wir haben auch andere Faktoren dabei, invasive Arten, die Arten verdrängen, oder auch zum Teil Klimawandelaspekte.

Ehring: Es gibt zwei Pestizide, die in dem Zusammenhang immer wieder genannt werden, nämlich Neonicotinoide und (das verbreitete Pestizid überhaupt) Glyphosat. Spielen die nach Ihrem Eindruck eine Rolle?“


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Der Bienenforscher Jürgen Tautz im Gespräch

Im Deutschlandradio.Kultur ist  noch bis Januar 2018 ein interessantes Gespräch mit einem der bekanntesten Bienenforscher Deutschland nachzuhören:

Biologe Jürgen Tautz – „Bienen bauen Brücken“
Sendung vom 26. Juni 2017, 09:07

Aus dem Begleittext von Deutschlandradio.Kultur:

Der Biologe und Hobbyimker Jürgen Tautz. Bild: Alice Natter.

JürgenTautz

Bienenforscher Jürgen Tautz

Bienen sind faszinierende Insekten – und der emeritierte Forscher Jürgen Tautz ein faszinierender Gesprächspartner, der mit einer Vielzahl verblüffender Informationen aufwarten kann. Bei „Im Gespräch“ erklärt er uns die Wunderwelt der Bienen.

Der emeritierte Professor vom Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ist einer der bekanntesten Bienenexperten Deutschlands. Besonders faszinieren ihn zum Beispiel die kommunikativen Fähigkeiten der Bienen.

Moderation: Ulrike Timm
www.deutschlandfunkkultur.de, Im Gespräch
Hören bis: 02.01.2018 08:07
Direkter Link zur Audiodatei

 

Lebensraum für Insekten schaffen -Insektenfreundlicher Garten

Der stumme Frühling muss nicht sein !

 

Am 25.7 hat quarksundco – Quarks & Co | 25.07.2017 | 43:02 Min.– sich dieses aktuellen Themas angenommen:

Käfer, Hummeln, Schmetterlinge: Sterben die Insekten aus?

Insekten sind von unserer Erde eigentlich nicht wegzudenken. Es gibt über eine Millionen verschiedener Arten weltweit und sie sind Hauptnahrungsquelle für viele Tiere wie zum Beispiel Vögel, Fische und Fledermäuse. 80 Prozent aller Wildpflanzen werden von Insekten bestäubt und können ohne sie nicht überleben. Und auch für uns Menschen sind Insekten wichtig: 35 Prozent unserer Lebensmittel hängen von der Bestäubung ab. International schätzen Experten den wirtschaftlichen Gesamtwert der Bestäubung durch Insekten auf bis zu 577 Milliarden Dollar.

Immer mehr Insektenarten sind bedroht
Insekten haben faszinierende Überlebenstricks entwickelt: vom leuchtenden Paarungstanz der Glühwürmchen bis zur Giftspritze des Laufkäfers, der sich seine Säure bei den Ameisen besorgt. Doch seit Jahren werden die Insekten immer weniger. Auch in Deutschland beobachten Biologen an einigen Orten einen starken Schwund. In einem Naturschutzgebiet nahe Krefeld zum Beispiel zählen sie bis zu 80 Prozent weniger Insekten als noch vor 30 Jahren. Bei Regensburg sind in den letzten 200 Jahren rund 60 Prozent der Schmetterlingsarten verschwunden. Quarks & Co hakt nach: Warum sterben die Insekten und wie können wir sie retten?

 

Gärten sind ein wichtiger Lebensraum für Insekten, gerade in Zeiten des Insektensterbens. Ob Hummelhotel oder Schmetterlingsbeet: Mit diesen Tipps machen Sie aus Ihrem Garten ein Insektenparadies.

Gute Hecke, schlechte Hecke

Thuja-Hecken sind beliebt – sie wachsen schnell, kosten wenig und sind pflegeleicht. Aber: Heimische Insekten können mit ihr nichts anfangen, da der Lebensbaum aus Nordamerika eingeführt wurde. Viel besser für Insekten: Heckensträucher aus heimischen Wildgehölzen. Denn die Blütenform der heimischen Gehölze und die Rüssellänge der saugenden Insekten haben sich während der Evolution perfekt aneinander angepasst. Besonders schön ist es, verschiedene Arten zu kombinieren, wie zum Beispiel den Roten Hartriegel, Weißdorn und Liguster. Schlehe, Holzbirne und Holzapfel eignen sich ebenfalls.

Das Hummelhotel

Majas wilde Schwestern

Majas wilde Schwestern

Hummeln sind extrem wichtige Bestäuber. Sie fliegen oft mehr Blüten an als Bienen und sind auch bei kälterem Wetter unterwegs. In einem Hummelhotel fühlen sie sich besonders wohl. Gebaut wird es am besten aus Sperrholzplatten und von außen gegen Witterungseinflüsse lackiert. Den Eingang verschließt eine Hummelklappe. Das ist wichtig, damit Wachsmotten und Fliegen nicht ins Nest gelangen. Ins Innere kommen Kleintierstreu, Grasschnitt, Blätter oder Stroh und etwas Moos. Etwa in der Mitte formt man eine Mulde für das Nest. Man kann auch fertige Hummelkugeln kaufen. Idealerweise wachsen in der Nähe Taubnesseln, Kirsche, Apfel, Himbeere, Beinwell, Wicken, Weiß- und Rotklee. So haben die Hummeln etwas zu futtern.

Blumenbeet für Schmetterlinge und Raupen

Schmetterlinge lieben den Nektar von Blaustern, Schlüsselblume und Margerite im Frühling oder Purpur-Fetthenne oder Neubelgische Aster im Herbst. Raupen sind da schon wählerischer. So lebt die Raupe des Schwalbenschwanzes nur auf der Wilden Möhre oder der Petersilie, Raupen von Schachbrett und Ochsenauge ernähren sich von Gräsern. Lassen Sie außerdem im Garten die eine oder andere Brennnessel stehen, denn diese dienen vielen Schmetterlings-Raupen als Nahrung.

Nisthilfen für Insekten

Blattläuse auf den Rosen? Dagegen helfen Florfliegen. Für sie gibt es spezielle Nistkästen, die mit Stroh gefüllt werden. Ohrwürmer besiedeln gerne Tontöpfe, die mit Holzwolle, Heu oder Stroh gefüllt sind. Am besten mit einem Drahtgitter verschlossen und mit der Öffnung nach unten an einem Ast befestigt. Viele Wildbienenarten legen ihre Eier in kleine Gänge ins Holz. Solche Gänge kann man imitieren, indem man Löcher in Hartholz bohrt. Aber Achtung! Nur entrindetes Hartholz nehmen, am besten Esche. Idealerweise wird ins Längsholz gebohrt, nicht in das Hirnholz. Das ist an den kreisförmigen Jahresringen zu erkennen. Der Bohrlochdurchmesser sollte drei bis acht Millimeter betragen. Die Nisthilfe an einem möglichst sonnigen, regen- und windgeschützten Standort fest anbringen, also nicht baumelnd oder bodennah. Die Flugbahn sollte stets frei bleiben.

Totholz lebt!

Ein Holzstapel aus alten Baumstämmen und Reisig bietet einen perfekten Lebensraum für viele seltene Käfer. Ihre Larven nutzen das sich zersetzende Holz als Nahrung. In den so entstehenden Gängen und Löchern finden Ameisen oder Wildbienen neuen Wohnraum. Fliegen- und Mückenlarven leben von Pilzen oder Bakterien, die in den Bohrgängen wachsen. Sehr wichtig für die Bodenfruchtbarkeit sind die winzigen Springschwänze. Sie bauen zusammen mit Bakterien und Pilzen das vermoderte Holz zu Humus ab.

Lieblingsblumen

Beifuß dient 180 Insektenarten als Nahrungsquelle! Hummeln mögen gerne Löwenmaul, Mohn, Klee, Wiesen-Salbei und Weißdorn. Bienen fliegen auf Fenchel, Dill, Kornblume und Bergminze. Nachtfalter freuen sich über stark duftende Nachtblüher wie Nachtkerze, Türkenbund, Zaunwinde oder Seifenkraut. Schwebfliegen holen sich ihr Futter vor allem von Doldenblütlern wie Bärenklau, Möhre, aber auch von Margeriten, Ringelblumen, Strohblumen und Herbstastern.

Steine im Garten

Eine Kräuterspirale aus Natursteinen bietet nicht nur frisches Grün für die Küche – in den Spalten fühlen sich auch Insekten besonders wohl. Schmetterlinge suchen hier gerne Schutz und nachts geben die Steine Wärme ab. Nicht ganz so aufwendig: eine Steinpyramide. Dafür einfach Porotonsteine und andere Steine mit einem Hammer grob zerkleinern. Außen Sandsteine stabil aufeinander schichten, damit die Pyramide nicht umfällt. Und vor die Pyramide kommen dann Futterpflanzen für Insekten: Nelkenarten, Hauswurz, Skabiose oder Irisarten.

Ideal für Insekten: die Wildblumenwiese

Für viele Gartenbesitzer ein Muss: Der immergrüne, kurz gemähte englische Rasen. Doch Insekten finden dort keine Nahrung. Viel besser ist eine Wildblumenwiese, auch Magerwiese genannt. „Mager“ heißt die Wiese deshalb, weil dort die nährstoffreiche Erde mit nährstoffarmen Material vermischt wird, etwa mit Sand. Auf diesem Boden wachsen nach einiger Zeit eine Vielzahl an Wildpflanzen und Heilkräutern, die viele Insekten und Kleinsäuger anlocken. Die Wiese darf ruhig 80 Zentimeter hoch wachsen und muss nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden.

Zierpflanzen: schön, aber wertlos

Die Forsythie, der Schmuck vieler Vorgärten, ist für Insekten komplett wertlos. Denn sie finden dort weder Nektar noch Früchte. Ebenfalls Vorsicht bei Sträuchern und Stauden mit gefüllten Blüten. Hier finden die Insekten weder Pollen noch Nektar. Gefüllte Blüten findet man unter anderem bei Chrysanthemen, Dahlien, Astern, Rosen, Akelei, Nelken, Kamelien, Pfingstrosen, Gänseblümchen und Sonnenblumen. Wer den Insekten etwas Gutes tun möchte, achtet beim Kauf von Zierpflanzen also besser auf nektarreiche, ungefüllte Blüten, etwa die Fetthenne, Rittersporn und Fingerhut.

Das Glück des Gärtners

Das Glück der Insekten ist das Glück des Gärtners. Leben viele Arten im Garten, werden dank Biene, Hummel und Co viele Blüten bestäubt. Mehr bestäubte Blüten heißt auch mehr Kirschen, Äpfel oder Birnen. Außerdem gibt es weniger Schädlinge. Die Larven von Schwebfliegen und Marienkäfer vertilgen Blattläuse, Ohrwürmer machen sich genüsslich über Blatt- und Schildläuse sowie Spinnmilben her. Fühlen sich die Nützlinge wohl, braucht man keine Pflanzenschutzmittel für Obst und Gemüse.

Bienen und Fliegen wirken ähnlich wie Pflanzenzüchter

Bestäubende Insekten beschleunigen die Evolution von Pflanzen,

aber je nach Bestäuber entwickelt sich die Pflanze unterschiedlich.

Bereits nach neun Generationen ist die gleiche Pflanze grösser und duftet stärker, wenn sie von Hummeln bestäubt wird als von Fliegen. Dies belegt eine Studie von Evolutionsbiologen der Universität Zürich.

http://www.media.uzh.ch/dam/jcr:a570d146-ad4e-43c2-a6d7-b48aa240b829/unterschied.jpg
Rübsen: nach 9 Generationen von Hummeln bestäubt (links) oder von Schwebefliegen (rechts) (Bild: UZH)
 
Ohne Bestäuberinsekten läuft wenig: Bienen, Fliegen oder etwa Schmetterlinge übertragen die männlichen Pollenkörner auf die Narbe des weiblichen Griffels einer Pflanze und sichern dadurch deren Fortpflanzung. Nun zeigen Forscher vom Institut für Systematische und Evolutionäre Botanik der Universität Zürich, dass Bestäuberinsekten auch die Evolution von Pflanzen überraschend stark beeinflussen.

Die vollständige Pressemitteilung lesen Sie hier.

Die wissenschaftliche Artikelfassung auf englisch in der Zeitschrift NATURE hier .

 

Beeindruckender Naturfilm – „Die Frage der Bienen“

Die Frage der Bienen – Eine schweizerische Naturfilmproduktion  gestern auf  3SAT
NETZ NATUR
empfohlen von unserem Imkerfreund Werner Kober.
Aus dem Inhalt:
„Bienen sind ungemein wichtig. Als Bestäuberinnen von Blüten sind sie nicht nur unentbehrliche Helferinnen des Menschen, sondern auch entscheidend für die Vielfalt der Arten in der Natur. Und sie sind in der Krise. „NETZ NATUR“ zeigt, wie es den kleinen Insekten, die Grosses leisten, heute geht und welche Auswirkungen dies für Natur und Menschen hat.

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Überzüchtung- Oder warum die Bienen wirklich sterben !

Seit Jahren beobachten Forscher den weltweiten Rückgang der Bienenpopulation mit Sorge. Oftmals werden Pestizide für das Sterben verantwortlich gemacht.

Falsch, meint der bekannte Lebensmittelchemiker Udo Pollmer hier im Deutschlandradiobeitrag:

Schuld seien die Imker selbst.

Weltweit sterben die Bienen. Bald täglich erreichen uns Meldungen, Pestizide würden der allseits beliebten Biene Maja ein schmähliches Ende bereiten. Seltsam nur, früher haben die Bauern regelmäßig Insektengifte versprüht, für die Bienen hat sich niemand interessiert.

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Zu viele Bienenvöler in der Stadt, zu wenig Hilfe für die Wildinsekten

Zu viele Bienen auf zu engem Raum in der Stadt meint der Deutsche Imkerbund

meldet DRADIO-Wissen

Gerade in Berlin gebe es seit einiger Zeit einen regelrechten Imker-Boom, berichtet Melanie von Orlow. So habe der Imker-Landesverband Berlin im letzten Jahr einen Mitgliederzuwachs von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. „Doch es gibt Grenzen, wie viele Bienenvölker wir pro Quadratmeter aufstellen können, die auch gesund sind“, erklärt die Expertin, „und diese Grenzen sind überschritten.“

Leben zu viele Bienenvölker auf engem Raum, steigt die Gefahr von Krankheitsübertragungen – von Biene auf Biene, aber zum Beispiel auch von Hummeln auf Bienen. Der Imkerboom in deutschen Großstädten könnte also auch anderen Arten schaden.

Während die Honigbiene in Städten wie Berlin oder Hamburg also schon zu viele Imker hat, die sich um sie kümmern, sei die Situation auf dem Land genau entgegengesetzt: Dort gibt es zu wenig Imker. „Die Imker dort haben mit sehr niedrigen Honigpreisen zu kämpfen und müssen deshalb aufgeben“, berichtet Melanie von Orlow. Ihr Ziel: Die Leute flächendeckend fürs Imkern zu begeistern. Wobei sie betont, dass Imkern kein Selbstläufer ist: „Das kann eben nicht jeder.“

Insektenbetreuer im Landkreis Diepholz

Sie helfen Bürgern im Landkreis mit Rat und Tat, wenn es zu scheinbar unlösbaren Problemen kommt. Acht ehrenamtliche Insektenberater kümmern sich im gesamten Landkreis um solche Konfliktfälle.

Insbesondere Wespen und Hornissen, weniger die Honigbienen,  verunsichern  viele Menschen dieser Tage in Garten und Natur.

Grundsätzlich gilt für Wespen, Hornissen, Bienen und Hummeln:

Die Angst vor diesen Tieren ist häufig sehr groß, jedoch überflüssig. Die Tiere stechen nur bei Bedrohung. Wespen sind häufig aufdringlich und somit sehr störend. Im Unterschied hierzu ist die Hornisse eher ein friedliches Tier, das sich nur bei direkter Störung durch einen Stich verteidigt. Bei allen Arten gilt: Nicht nach ihnen schlagen, keine hastigen, schnellen Bewegungen. Auch Anpusten stört die Tiere.

An warmen Sommertagen, die Wespen zur Nahrungssuche nutzen (müssen), zieht eine Kaffeetafel mit süßen Leckereien auf dem Tisch die Tiere besonders an. Auch bei allen Vorsichtsmaßnahmen kann es trotzdem einmal zu einem Stich kommen. Sofern keine Allergie besteht, reicht als Erste-Hilfe-Maßnahme eine Zwiebelhälfte, die auf die Schwellung gelegt wird.

Deutsche Wespe

Deutsche Wespe, Ausschnitt aus Wikipedia )

Das Kreisblatt hat am 11.5. der Arbeit den  ehrenamtlichen Insektenbeteuen einen Artikel gewidmet:

Am Herzen liegt Henning Greve, Jean-Louis Jullien und Norbert Tilger vor allem eines: Ein möglichst friedvolles Miteinander zwischen Mensch und Wespen, Bienen sowie Hornissen. Denn sie haben einen enorm wichtigen Stellenwert im Kreislauf der Natur, vor allem bei der Bestäubung von Obstbäumen.

Die vollständige Liste der Insektenbetreuer im LK Diepholz finden Sie mit Kontaktdaten  und weiterem Wissenwerten hier auf dem Landkreis-Diepholz-Internetportal:

  1. Stuhr Erich Sigloch, Wilhelm-Busch Str. 11, 28816 Stuhr    Tel.: 04221/30560
  2. Stuhr Hans-Heinrich Wolfrum, Elzstr. 1, 28816 Stuhr Tel.: 0421/560994 mobil: 0171/1146954
  3. Syke Henning Greve, Schnepker Str. 9, 28857 Syke  Tel.: 04242/3090 Fax: 04242/160601
  4. Syke Jean-Louis Jullien, Schnepker Straße 1, 28857 Syke eMail: jljulien@web.de Tel.:  04242-3275
  5. Sulingen Werner Warneke, Nechtelsen 17, 27232 Sulingen Tel.: 04271/4630 Fax: 04271/4445
  6. Weyhe Heiko Janßen, Westerheide 78 a,  28844 Weyhe Tel.: 0421/803 466 Fax: 0421/803466
  7. Kirchdorf Rainer Hörmann, Sulinger Str. 11, 27259 Wehrbleck, Tel.: 05448-1441, mobil: 0170-5446668
  8. Bassum: Norbert Tilger, Katenkamp 4 B, 27211 Bassum, eMail: imkerei-am-klosterbach@web.de, Tel.: 04249-999 7906, mobil: 0162 – 2732137

Buchtipp: Die Intelligenz der Bienen

Die Intelligenz der Bienen – von Randolf Menzel, FU Berlin

Bienen nutzen, wie Vögel und Schmetterlinge, einen Sonnenkompass zur Navigation. Säugetiere hingegen finden ihren Weg meist durch Landmarken, die sie auf einer kontinuierlichen Landkarte im Hirn verorten. Nun jedoch zeigen neue Forschungen: Auch Bienen könnten diese Art der Navigation verwenden – eine Leistung, die man ihnen angesichts ihres winzigen Gehirns kaum zutrauen mag.

Unser Wissen um die komplexe Navigationsfähigkeit der Bienen könnte um eine Dimension reicher geworden sein. „Es ist überraschend, dass ein derart kleines Gehirn zu solchen umfassenden Erinnerungen in der Lage ist, dass man sie als kognitive Karte bezeichnen kann“, sagt Studienautor und Neurobiologe Randolf Menzel von der Freien Universität Berlin bereits 2014 in einem Beitrag für die Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft

Nun ist aus dem Forschungsgegenstand ein schönes populärwissenschaftliches Buch für alle Bienenfreunde geworden, dass wir gerne als unseren Buchtipp des Monats vorstellen wollen:

Mithilfe vieler, auch farbiger Abbildungen erhält der Leser so Einblick in die Sinnes- und Kommunikationsfähigkeiten der Bienen. Er erfährt, dass sie Schlüsse ziehen, ein flexibles Gedächtnis besitzen, dass sie fühlen und sogar träumen. Sehr lebendig schildert Menzel mit seinem Co-Autor, dem Wissenschaftsjournalisten Matthias Eckoldt, auch sein eigenes Forscherleben: von der ersten kindlichen Neugier bis hin zu späteren Sternstunden in seinem Labor.

„Martin Hammer hatte das für die Lernvorgänge wichtigste Neuron im Hirn gefunden: das Belohnungsneuron. Tiere und Menschen lernen über Belohnungen. Diesen Mechanismus hatten wir jahrzehntelang in unseren Experimenten eingesetzt. Nun plötzlich lag da ein Neuron in all seiner Schönheit vor uns, das diese Belohnung ausführte und hinreichend für das Lernen war. Ein unglaublicher Moment, der mir in einem konditionierten Reflex noch immer eine Gänsehaut erzeugt.“

Eigene Forschungen von Menzel belegen jedoch auch: Die Biene ist stark bedroht vor allem durch Pflanzenschutzmittel. Am Ende des Buches steht daher ein Appell.

„Wäre es also nicht lohnenswert, etwas mehr für unsere Ernährung auszugeben und vorzugsweise Produkte zu kaufen, die unter Ausschluss von umweltzerstörenden Chemikalien produziert werden?“

Zielgruppe
Alle, die am aktuellen Forschungsstand zur Biene interessiert sind.

Erkenntnisgewinn
Auch mit wenig Hirn ist viel Intelligenz möglich.

Spaßfaktor
Großes Lesevergnügen für alle, die den eigenen Geist gebrauchen wollen, um den Geist der Bienen zu verstehen.

Randolf Menzel, Matthias Eckoldt: Die Intelligenz der Bienen. Wie sie denken, planen, fühlen und was wir daraus lernen können. 368 Seiten, Knaus Verlag München, 2016; 24,99 Euro.

 

 

 

 

UNO-Report zum Insektensterben veröffentlicht

Der aktuelle UNO-Report zum Artensterben der Wildinsekten  bestätigt   langgehegte Befürchtungen  und  widerspricht allzu  einfachen monokausalen Ursachen, wie

 

Deutsche Welle ( EN) berichtet:

UN report warns risk to bees and other pollinators threatens human food supplies

The UN’s first ever report on biodiversity warns that bees, butterflies and other pollinators are at risk of extinction. Such a development would threaten human food supplies and cost hundreds of billions of dollars.

Bees, butterflies and other pollinators are at risk of extinction, which could eventually disrupt global food supplies and cause hundreds of billions of dollars worth of economic damage, according to a massive UN report by a scientific body.

The report, which was assembled over two years, draws from many scientific studies but does not include any research of its own. was approved by a congress of 124 nations meeting in Kuala Lumpur on Friday.

 

Bienensterben CSIRO Forschungsprojekt mittels Mikrochip Honey bees pollinate one-third of the food we eat – including fruit, vegetables, oils, seeds and nuts

Many wild bees and butterflies have been declining in abundance, occurrence and diversity at local and regional scales in Northwest Europe and North America,“ said an assessment by the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES).

In addition, more than three-quarters of the „leading types of global food crops“ such as apples, mangoes and cocoa rely to some extent on animal pollination for yield and quality, according to the report, which was approved by a congress of 124 nations meeting in Kuala Lumpur on Friday.

„Pollinator-dependent species encompass many fruit, vegetable, seed, nut and oil crops, which supply major proportions of micronutrients, vitamins, and minerals in the human diet,“ according to the IPBES.

Simon Potts deputy director of the Center for Agri-Environmental Research at Britain’s Reading University and co-chairman of the report said many commonly consumed foods are at risk.

Raupe Kokon Schmetterling Butterflies are also key pollinaters, but are at risk

„Pretty much nearly all your fruits and many of your vegetables are pollination-dependent,“ said Potts.

Bee colonies collapse

Several years ago bee colonies across Europe and the United States suddenly began dying in a still unexplained plague dubbed „colony collapse disorder.“

The number of managed bee hives in the United States plunged from 5.5 million in 1961 and dropped to less than 2.5 million in 2012. The number of hives is back up slightly, to 2.7 million but worries about the colonies‘ overall health persist.

„The variety and multiplicity of threats to pollinators and pollination generate risks to people and livelihoods,“ the report stated. „These risks are largely driven by changes in land cover and agricultural management systems, including pesticide use.“

Bildergalerie IUCN Bedrohte Tierarten Hummingbirds are also key pollinaters, but at risk

Pesticide use poses both general and specific problems for pollinators and crops, according to the report.

„Pesticides, particularly insecticides, have been demonstrated to have a broad range of lethal and sub-lethal effects on pollinators in controlled experimental conditions,“ the report said.

But it cautions that more studies are needed on the effects on pollinators in the wild.

Herbicides kill off weeds, which are useful for wild pollinators, according to the report.

As much as $577 billion worth of food output depends on pollinators, according Zakri Abdul Hamid, who chaired the IPBES report

„Pollinators,“ he said, „are critical to the global economy and human health.“

 

Die kanadischen CBS-wissenschafts-News berichten auf gleicher UN-Report-Grundlage:

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